Affirmationen – Was sie sind und was sie bewirken

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Wir haben täglich ca. 70.000 Gedanken und in diesem Gedankenstrom entsteht das, was wir laut oder leise aussprechen oder still für uns behalten.
Es ist das, von dem wir überzeugt sind und daher auch das, woran wir glauben.

Affirmationen sind unsere Glaubenssätze, die wir uns mit unseren Gedanken und Aussagen immer wieder bestätigen.

Aufgrund unserer Glaubenssätze erleben wir nur das, was unserem Glauben, also unserer Überzeugung entspricht, sodass alle anderen Möglichkeiten „ausgefiltert“ werden.

Woher kommen unsere Glaubenssätze?
Sie sind durch unsere Erziehung, unser Beobachten und unsere Erfahrungen entstanden.
Größtenteils sind es unsere unbewussten negativen Glaubenssätze, die uns für Freudvolleres blockieren.
Unsere Glaubenssätze sind wie Programme, die unser Denken, unsere Entscheidungen und unser Handeln steuern.
Wir werden daher nur dann Freudvolleres erleben, wenn wir uns unsere negativen Glaubenssätze bewusst machen und sie durch positive ersetzen.
Unser Unterbewusstsein ist wie ein Aufnahmegerät, das alles, was wir denken, uns vorstellen und erlebt haben, aufnimmt und speichert.
Es beurteilt nichts und hält sowohl das für wahr, was wir real erlebt haben, als auch das, was wir uns  in unserem Kopfkino fiktiv vorstellen.
Wenn sich in unserem Leben daraufhin etwas abspielt, das wir nicht mehr erleben wollen, dann ist es sehr hilfreich, wenn wir unsere negativen Glaubenssätze überprüfen und sie durch positive ersetzen.
Da unser Verstand aufgrund dessen, was er kennt, alles bewertet, be- und verurteilt, müssen wir ihm, wenn wir unsere Glaubenssätze verändern wollen, ein glaubwürdige Alternative anbieten.
Das heißt, ich muss meine neuen positiven Glaubenssätze so formulieren, dass er sie akzeptieren kann.
Mein Glaubenssatz sollte sich daher glaubhaft für mich anhören und auch anfühlen, klar formuliert und einfach zu merken sein.
Sehr gut bewährt hat sich, die neuen positiven Glaubenssätze in Reimform zu sprechen, da es unserem Verstand aufgrund des Spielerischen und des Spaßfaktors leichter fällt, sie anzunehmen.

Damit ein negativer Glaubenssatz „gelöscht“ und durch einen positiven ersetzt werden kann,  ist es aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse erforderlich, den neuen positiven Glaubenssatz mit einem starken freudvollen Gefühl so oft wie möglich, jedoch mindestens 15 min. täglich, 30 Tage lang, zu wiederholen.
Aufgrund der freudvollen hohen energetische Schwingung, die hierbei von uns ausgeht, gehen wir mit dem in Resonanz, das dazu passt und zwar in Form von  Menschen, Situationen und Ereignissen, was wiederum unsere Realität erschafft.
Umso öfter und intensiver wir uns Glaubenssätze vermitteln, umso stärker werden sie in unserem Unterbewusstsein verankert.
Ist ein negativer Glaubenssatz sehr stark, dann kann es sein, dass unser Verstand starken Wiederstand leistet, sodass wir diesen starken Glaubenssatzt vielleicht erst nach 90 Tagen oder ggf. nach einem noch längeren Zeitraum „löschen“ können.
Dies erfordert einen starken Willen und viel Geduld.

Was bewirken negative Glaubenssätze?
Sowohl meine positiven, als auch negativen Glaubenssätze und Überzeugungen sind selbsterfüllende Prophezeiungen.
Das heißt, umso stärkrer meine positiven oder negativen Gefühle sind, umso mehr verstärken sich die daraus resultierenden positiven oder negativen Auswirkungen in unserem Leben.

Nachfolgend ein paar Beispiele für negative Glaubenssätze mit denen wir uns bewusst oder unbewusst selbst im Weg stehen und unsere Lebensfreude sabotieren:

  • Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich das leisten können.
  • Ich finde nie den richtigen Partner.
  • Mein Job macht mich krank.
  • Ich bin krank.
  • Ich kann nicht nein sagen.
  • Immer muss ich mich für andere aufopfern.
  • Lernen fällt mir schwer.
  • Nur wer hart arbeitet, kommt zu etwas.
  • Ich bin nicht gut genug.
  • Ich habe immer wenig Geld zur Verfügung.
  • Ich glaube, dafür bin ich zu alt.

Haben wir den Wahrheitsgehalt dieser negativen Glaubenssätze jemals hinterfragt?
Haben wir jemals darüber nachgedacht, dass sich unsere Situation auch verbessern kann, wenn wir wissen wie?

Was bewirkt das Wort „nicht“ oder „kein“ in meinen Glaubenssätzen?
Wenn ich z.B. sage:

  • Ich bin nicht krank.
  • Ich bin nicht erfolglos.
  • Ich habe keine Schulden.
  • Ich habe keine Angst.

dann bringe ich damit lediglich zum Ausdruck, was ich nicht will und somit befinde ich mich nach wie vor auf Gedanken-Gängen, die mir nicht gefallen.
Erst wenn ich mit meinen Gedanken klar vorgebe, was ich gern bin und habe, werde ich aus meinem negativen Gedanken-Labyrinth herausfinden und mich zu Freudvollerem führen.

  • Was bin ich dann, wenn ich nicht krank bin?
  • Was bin ich dann, wenn ich nicht erfolglos bin?
  • Was habe ich dann, wenn ich keine Schulden habe?
  • Was habe ich dann, wenn ich keine Angst habe?

Es wird sich immer das verwirklichen, auf das ich meine gedankliche Aufmerksamkeit richte.
Auf was richte ich mit nachfolgenden negativen Aussagen meine Aufmerksamkeit und wie fühle ich mich dabei?:

  • Ich bin nicht krank.
  • Ich bin nicht erfolglos.
  • Ich habe keine Schulden.
  • Ich habe keine Angst.

Ich richte meine Aufmerksamkeit auf krank, erfolglos, Schulden und Angst, sodass ich bei meinen Gedanken auch sofort die Gefühl habe, die ich immer habe, wenn ich an das denke, was ich nicht haben oder sein will.

Das Zünglein an der Wage sind bei all dem, was wir denken und glauben, unsere Gefühle, denn aufrund unserer Gefühle strahlen wir eine bestimmte Energie aus, die sich mit Energie gleicher Qualität verbindet.
Umso intensiver wir uns in unsere negativen oder positiven Gefühle aufgrund unserer  Gedanken hineinsteigern, umso intensiver wird unsere dementsprechende energetische Ausstrahlung.
Wir erschaffen damit unsere tägliche freud- oder leidvolle Realität,  indem wir den dazu passenden Menschen begegnen und die dazu passenden Situationen erleben, ob uns dies gefällt oder nicht oder ob uns dies bewusst ist oder nicht, denn:
„Gleich und Gleich gesellt sich gern.“

Indem ich freudvolle Gedanken/Glaubenssätze habe, mit denen ich das zum Ausdruck bringe, was ich haben oder sein will und mein Handeln danach ausrichte, erschaffe ich mir freudvolle Erfahrungen.

Ich kann mich also fragen: „Was will ich jetzt haben oder sein?“
Die positive Aussage ist:

  • Ich bin gesund. (statt: „Ich bin nicht krank.“)
  • Ich bin erfolgreich. (statt: „Ich bin nicht erfolglos.“)
  • Ich lebe in finanzieller Freiheit. (statt: „Ich habe keine Schulden.“)
  • Ich bin mutig. (statt: „Ich habe keine Angst.“)

Diese positiven Aussagen/Glaubenssätze bewirken jedoch nur dann eine positive Veränderung in meinem Leben, wenn ich mich dabei auch positiv fühle.
Aufgrund meiner positiven Einstellung handle ich dementsprechend und erlebe letztendlich die positiven Auswirkung all dessen.
Dies wird jedoch nur dann so sein, wenn ich meine positiven Aussagen glaube.
Ich könnte meinem Verstand eine alternative positive Aussage anbieten, die er nicht ablehnt, indem ich z.B. sage:

  • Ich wähle die Möglichkeit, dass ich gesund bin.
  • Ich wähle die Möglichkeit, dass ich erfolgreich bin.
  • Ich wähle die Mögliochkeit, dass ich in finanzieller Freiheit lebe.
  • Ich wähle die Möglichkeit, mutig zu sein

oder ich sage:

  • Ich entscheide mich für die Möglichkeit, dass ich gesund bin
  • etc.

Wenn ich meine positiven Aussagen nicht glauben kann, dann werde ich dies z.B. an meinem mulmigen Gefühl in der Magengegend merken und mein Verstand, der alles zensiert, wird nicht akzeptieren, was ich sage.
Mit meinen für mich unglaubwürdigen positiven Aussagen, verstärke ich daher eher meine negativen Gefühle und fühle mich daher noch schlechter.
Es geht nie allein nur um positives Denken, sondern auch immer um das entscheidende postive Fühlen, mit dem ich eine Verbesserung meiner Lebensqualität erreiche.

Was bewirkt das Wort „wünschen“?

Wenn ich z.B. sage:

  • ich wünsche mir einen liebevollen Partner,

dann wird es immer bleiben was es ist, ein Wunsch.

Mit einem Wunsch bringe ich lediglich zum Ausdruck was mir fehlt und somit, an was es mir mangelt, denn wenn ich es hätte, würde ich es mir nicht wünschen.
Ein Wunsch kann auch ein Hoffen sein, indem ich hoffe, dass es so ist, ich glaube jedoch nicht wirklich daran.
Da meine Wunsch-Gefühle aus meinem Mangeldenken kommen, erzeugen sie nicht die positive Energie in mir, mit der ich das in meinem Leben erschaffe, was ich mir so sehr erhoffe und wünsche.
Erst wenn ich von meinem „Wunsch-Mangeldenken“ in die „Als-ob-Haltung“ wechsle, das heißt, dass ich in dem Vertrauen lebe, als ob alles vereits so ist, wie ich es will, erzeuge ich die Gefühle in mir, die meine Realität freudvoll verändern.
Statt:

  • ich wünsche mir einen liebevollen Partner,

sage ich jetzt in meiner vertrauensollen Als-ob-Haltung:

  • Ich lebe in einer Beziehung mit einem liebevollen Partner.

Was bewirken positive Glaubenssätze?
Wer nachfolgende Aussagen glaubt und sich dementsprechend auch fühlt, der erlebt die daraus resultierenden Auswirkungen auch in seiner Realität.

  • Ich habe immer Geld, um mir etwas Schönes zu gönnen.
  • Ich kann immer meine Ausgaben bezahlen.
  • Ich gebe mein Bestes und bekomme das Beste.
  • Ich bin erfolg-reich.
  • Ich lebe in einer Partnerschaft, die erfüllt und freudvoll ist.
  • Ich bin gesund.
  • Ich liebe mich.
  • Ich liebe mein Leben, denn es fühlt sich großartig an.
  • Ich habe einen Job, der mir Freude bereitet.
  • Mein Leben ist schön.

Da wir alle einzigartig sind, hat auch jeder seinen einzigartigen individuellen Weg, sich seine neuen positiven, lebensbejahenden Aussagen glaubhaft zu vermitteln.
Letztendlich geht es immer nur darum, was wir glauben und wie wir uns dabei fühlen, denn dies erzeugt unsere Realität.
Ich hatte bereits kurz erwähnt, welche Auswirkung es hat, wenn ich mir meine positiven Aussagen nicht glaube.
An dieser Stelle gehe ich noch mal näher darauf ein.
Wenn ich mir meine positiven Glaubenssätze immer wieder bestätige, sie jedoch nicht glaube, dann kann sich meine jetzige Lebenssituation dadurch noch verschlechtern.
Wieso das so ist?
Nehmen wir an, ich will mich mit nachfolgender positiver Aussage in meiner jetzigen Lelbenssituation motivieren, in der ich gerade wenig Geld zur Verfügung habe:

  • Ich habe immer Geld für meine laufenden Ausgaben.

Kaum habe ich es ausgesprochen, zeigt mir jedoch mein Verstand durch mein mulmiges Gefühl, dass er diese Aussage nicht akzeptiert, denn mein alter negativer Glaubenssatz,
„Ich habe kein Geld.“
ist überzeugender und erzeugt ein mulmiges Gefühl in mir, dass meinem Verstand nicht entgeht.
Er orientiert sich an diesem Gefühl und dem dazugehörigen negativen Glaubenssatz.

Wenn ein positiver Glaubenssatz bzw. eine positive Affirmation/Aussage nicht zu mir passt, merke ich es daran:

  • dass mein Verstand z.B. sagt: „Du machst dir etwas vor.“ oder „Das stimmt nicht.“
  • dass ich mir die Worte meiner positiven Aussage nicht merken kann und mich immer wieder verhaspele,
  • dass ich mich dabei unwohl fühle.

Wenn  ich mich bei meinen Glaubenssätzen unwohl fühle, dann kann es auch sein, dass ich mich unter Druck setze.
Daher wäre es gut, wenn ich ruhiger/geduldiger werde.

Nachfolgend noch ein paar Beispiele, wie man mit neuen positiven Glaubenssätzen arbeiten kann:

  • Ich benutze sie als Bildschirmschoner.
  • Ich schreibe sie auf einen Haftzettel, den ich an meinen Badezimmerspiegel klebe oder dort, wo ich des Öfteren bin, um sie so oft wie möglich wahrzunehmen.
  • Ich kann mir eine Karte damit gestalten und sie dort aufstellen, wo ich sie oft sehe oder, ich trage sie bei mir und
    sehe sie mir immer mal wieder an.
  • Ich kann sie aufnehmen und mir immer wieder anhören.
  • Ich sage sie laut, leise oder still auf.
  • Ich bilde Reime mit ihnen.
  • Ich singe sie.
  • Ich gestalte ein Visualisierungsboard damit.
  • etc.

Einen alten negativen Glaubenssatz mit einem neuen positiven zu „überschreiben“ braucht seine Zeit. Jeder von uns hat sein „Tempo“.
Es tut uns daher sehr gut, uns mit unserer Geduldig in diesem Prozess des inneren Wandels zu unterstützen.

Wann sich meine Lebenssituation durch meine neuen positiven Glaubenssätze/Aussagen verbessert, liegt daher an meinem inneren Prozess, der sein individuelles „Tempo“ hat.
Das Wunderbare ist, dass es eine Verbesserung gibt.

Es kann sein, dass wir in unserem Prozess, hin und wieder alte selbstzerstörerische Glaubenssätze denken oder aussprechen. Das ist ok.
Sie zu verdrängen würde uns nicht gut tun, denn dann kämpfen wir gegen uns selbst.
Stattdessen nehmen wir an, was ist.
Wir bleiben in dem Gefühl, das sich zeigt und durchleben es.
Hierbei ist es hilfreich, wenn wir tief (bis in den Bauch) ein- und auszuatmen und uns beim Ausatmen vorstellen, dass wir alles, was uns nicht gut tut, ausatmen.
Im Anschluss denken oder sprechen wir mehrmals unseren neuen Glaubenssatz.

Die Ergebnisse, die sich aufgrund unseres Durchhaltevermögens in unserer Realität zeigen, sind eine großartige Belohnung für unsere Geduld.