Botschaft 21

Botschaft 21

Ich nutze gern Metaphern und so sehe ich z.B. unseren Körper als Seelenhaus,
in dem es Bewohner gibt, die ganz unterschiedliche Stimmungslagen in unserem Seelenhaus erschaffen.
Da gibt es die Liebe, mit der sich z.B. das Mitgefühl, das Vertrauen, die Achtsamkeit, die Wertschätzung, die Friedfertigkeit, die Weisheit und die innere Freundin bzw. der innere Freund verbunden fühlt.
Und dann gibt es den inneren Kritiker, mit der sich z.B. die Wut, die Trauer, der Zweifel, die Ohnmacht, der Neid und die Angst verbunden fühlt.
Aus Erfahrung wissen wir, dass sich die Liebe großartig anfühlt, sie lässt uns wachsen, an innerer Stärke gewinnen und verleiht uns Flügel, damit wir die Leichtigkeit des Seins leben.
Mit ihr können wir alles erreichen, was wir wollen.
Mit dem Kritiker fühlen wir uns unwohl, denn er macht uns klein, lässt kein gutes Haar an uns und raubt uns somit Energie.
Unsere Träume sind für ihn lächerlich und so hat er uns mit seiner Kritik die Flügel gestutzt, damit wir bei ihm bleiben.

Als der Kritiker mal wieder das Sagen hat und die Angst erscheint, denkt sie:
„Ich bin auch in diesem Haus geboren, aber weil ich mich nicht gut anfühle, mag mich der Mensch nicht, dem dieses Haus gehört.
Er verdrängt mich immer wieder in irgendeine dunkle Ecke des Hauses, aber ich bin immer noch da und würde so gern das Gefühl haben, angenommen zu sein.“

Heute wird im Seelenhaus jedoch alles anders sein, als bisher, denn der Mensch, dem dieses Haus gehört, hat sich entschieden, Frieden zu schaffen.
Er öffnet sein Herz, bittet den Kritiker, zu schweigen und gestattet der Liebe das Sagen und Handeln in seinem Seelenhaus.
Die Liebe lächelt die Angst an und umarmt sie.
Ein hell leuchtendes Herz umgibt die beiden.
Die Angst fühlt sich angenommen und fragt die Liebe erstaunt:
„Was geschieht jetzt mit mir?“
Und die Liebe antwortet:
„Heilung. Die Illusion, die der Mensch Angst nennt und die das überschattet hat, was du in Wahrheit bist, löst sich auf.“
„Und wo bin ich?“, fragt die Angst.
„Auf dem Weg nachhause.
Der Mensch hat sein Herz geöffnet, sodass ich dich durch diese Öffnung dort hinbringen kann, wo du schon immer zutiefst geliebt wirst.“
In diesem Moment durchströmte die Angst ein unbeschreibliches Wohlgefühl.
Freudvoll sagt sie:
„Ich erinnere mich. Ich bin in Wahrheit auch ein liebevoller Teil, der ein Schattendasein führte und jetzt durch ein liebevolles Herz davon erlöst wird.“ und dann verschmilzt sie mit der Liebe zu einem lichtvollen Ganzen.
Dies wirkt sich sofort heilsam auf das ganze Seelenhaus aus.
Es ist Hochstimmung.
Das, was dieser Mensch getan hat, ist Selbstliebe.